Oettinger und der Bär – Klimaschutz ist nicht wirtschaftlich


Eigentlich sollte man erwarten, dass ein EU-Energiekommisar etwas von seinem Handwerk versteht. Bei Günther Oettinger hingegen kann man sich nur bei einem sicher sein, nämlich dass er alle naselang wieder was zum Lachen hergibt.
So auch kürzlich.
Die Zahl der Gutmenschen dürfe nicht weiterhin so hoch bleiben, wie bei der Einführung der Klimaziele. Außerdem solle man „nicht weiter nach Grönland fahren und Eisbären streicheln.“ Zwar findet er es schön und gut, dass man bisher versucht habe, Klimaziele zu erreichen, aber müssen die denn wirklich so anstrengend sein?
Die Wirtschaft langweilt sich! Und zwar so sehr, dass die Unternehmen abhauen würden, wenn man denn weiterhin „Klimaschutz über Alles“ stelle.
„Zukünftige Generationen erwarten von uns auch Arbeitsplätze“ und nicht nur Klimaschutz.

Dass Arbeitsplätze neben einer funktionierenden Wirtschaft auch eine funktionierende Erde voraussetzt, das fällt dem lustigen Mann von nebenan nicht ein.
Und mal ehrlich. Als ob der Wandel zum grünen Wirtschaften nicht neue Arbeitsplätze bereit stellen würde. Konservativsein hatte schon immer das Problem, dass man sich zu fein zum Neuorientieren ist.

„Von strengeren Zielen auf dem Weg nach 2020 rate ich dringend ab!“
Soso. Es geht um Wirtschaftlichkeit. Ist es also wirtschaftlicher, auf knapp werdende fossile Rohstoffe als Energieträger zu setzen, die eines Tages entweder nicht mehr bezahlbar (und somit auch alles andere als wirtschaftlich sind…) oder sogar nicht mehr existent sind?
Der Markt für z.B. energieeffiziente Elektronikartikel und auch Autos steigt von Jahr zu Jahr. Jeder BWL-Student lernt in seinem ersten Semester, dass ein Unternehmen versuchen muss, seine Produkte an den Bedürfnissen und Wünschen der potenziellen Käufer zu orientieren. Und diese wollen ganz klar saubere und bezahlbare Energie!

Es ist stark anzunehmen, dass die Unternehmen, die jetzt auf diesen Zug aufspringen und sich spezialisieren, die sind, die die nächsten Jahre die Nase vorn werden.
Während die von Oettinger verteidigten Unternehmen dumm aus der Wäsche schauen, werden die Frühstarter von heute mit Umsätzen belohnt werden.
Das nenne ich langfristige Wirtschaftlichkeit!
Vielleicht sollten wir einfach Oettinger nach Grönland schicken?
Damit wird wohl den meisten beholfen sein.

Zusatz:
Für die Grünen ist dieser Satz aus unterschiedlichen Gründen ein gefundenes Fressen!
Sehr schön!
„Bei uns dürft ihr Eisbären streicheln“

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